Angst ist ein wichtiges, natürliches Warn- und Alarmsignal und ist grundsätzlich ein ganz normales Gefühl.
Angst gehört zum Leben wie Freude, Liebe, Trauer, Wut, usw.
Angst schützt uns, Angst warnt uns und lässt uns mögliche Gefahren besser und schneller erkennen.
Angst bedeutet zunächst nichts anderes, als dass irgend etwas nicht in Ordnung ist, und der Einzelne aus seinem seelischen oder seinem körperlichen Gleichgewicht geraten ist.
Eine Angst-Störung beginnt dort, wo das Gefühl der Angst das jeder kennt und eine sinnvolle Schutzreaktion auf reale Gefahren ist, sich verselbstständigt und das Verhalten und den Alltag einer Person beeinträchtigt und bestimmt. Probleme gibt es wenn Angst der Situation nicht mehr angemessen ist, also von der "schützenden" zur "hemmenden" Angst wird.
Angststörungen können in verschiedene Kategorien aufgeteilt werden, Hauptangsterkrankungen sind:
Spezifische Phobie
es handelt sich vor allem um intensive Angst vor bestimmten Objekten und Situationen, wie z.B. vor Tieren, Dunkelheit, Höhe, ...
Agoraphobie
die Angst konzentriert sich vor allem auf Orte in denen sich der Mensch hilflos überfordert fühlt, da er sich nur schwer in Sicherheit bringen kann, z. B. bei Einkäufen im Supermarkt, bei Veranstaltungen, auf grossen Plätzen, beim Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln, Spaziergängen im Wald, ...
soziale Phobie
der Mensch entwickelt unangemessen starke Ängste in Situationen in denen er im Kontakt mir anderen Menschen steht, sich beobachtet, kontrolliert und bewertet fühlt, z. B. beim Sprechen vor anderen, beim Essen in Gesellschaft, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ...
Panikstörung
eine Panikstörung ist gekennzeichnet durch plötzlich und unerwartet auftretende extrem starke Angstanfälle oder -attacken, bei denen der Betroffene glaubt zu sterben oder verrückt zu werden und für die es keinen eindeutigen Auslöser gibt. Diese Attacken können überall und zu jedem Zeitpunkt auftreten.
bei übertriebenen, unrealistischen, andauernden Sorgen, Ängsten und Befürchtungen in Bezug auf vielfältige Aspekte des Lebens sprechen wir von einer generalisierten Angststörung.
Zwangsstörung
immer wiederkehrende Handlungen und/oder Gedanken die den Patienten quälen und viele Lebensbereiche begreifen. Die Handlungen und/oder Gedanken sind zeitraubend und oft mit körperlichen Beschwerden verbunden. Eine Zwangsstörung liegt vor, wenn die Handlungen und/oder Gedanken so überhand nehmen, dass der normale Alltag gestört ist und nur noch mit Mühe bewältigt werden kann. Zwänge treten oft in Verbindung mit Phobien, Angst und Panikattacken auf.
weitere verbreitete Ängste sind zB Angststörung durch Trauma oder Prüfungsangst
Symptome
Die Symptome, welche die Angst in unserem Körper auftreten lässt, kennen die meisten. Wir sprechen von einem mulmigen Gefühl im Magen, Zittern am ganzen Körper, Schwindel, weichen Knie, Versagen der Stimme, Beklemmungsgefühl auf der Brust, Atemnot, Herzrasen, Schweissausbrüchen, Kloss im Hals, Orientierungslosigkeit, Ohnmachtsgefühlen, Kribblen in en Gliedmassen,...
Dies alles sind die natürlichen Reaktionen unseres Körpers auf Angst. Aber es ist deren extreme Ausprägung, welche die Betroffenen so leiden lässt und ihnen das Gefühl gibt, gleich ohnmächtig zu werden oder sogar zu sterben.
Diese intensiv erlebte Angst steht in keinem Verhältnis zu den auslösenden Situationen und sie kann auch nicht durch rationale Erklärungne oder durch den Willen kontrolliert werden. Als Folge davon reichen Vermeidung und Einschränkung bis zum völligen Rückzug und Abhängigkeit von der Familie und Freunden. Hier beginnt die Angststörung.
Für viele ist es einfach unmöglich aus dem Haus zu gehen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, Auto zu fahren, einkaufen zu gehen oder anderen Menschen zu begegnen. Die Angst ist wie ein Schatten immer mit dabei.